Saisonstart

Es ist mal wieder Mai und mein "Touch-Down into Water" stand an. Leider war es noch ziemlich kalt, nass und knackig windig. In einem Regenfenster wurde ich kurzerhand ins Wasser geworfen. Die übliche Zitterparty meiner Eigner entpuppte sich - wie immer - als unnötig. Der Motor sprang beim ersten Starten an und blieb es auch. Diesmal allerdings wollte er nicht ausgehen. Der AUS-Zug war festgemodert und wurde erst ein paar Tage später mit Ruckeln und viel WD-40 motiviert.

Pfingstsegeln

Welch Wetter?! Die erste Fahrt führte mich nach Warnemünde - allerdings komplett unter Motor. Look here:

 

http://www.youtube.com/watch?v=z1G0TgTYfg0

 

Am zweiten Tag ging es dann mit 3-4 Bft nach Kühlungsborn und gipfelte am dritten Tag in einer Traum-Rückfahrt mit 4-5 Bft. 

Midsommertörn mit Rüdiger & Thorsten

Die Pläne waren eindeutig uneindeutig. Die Rede war von einer Nachtfahrt, zu der es dann aber nicht kam.

Der Segen und gleichzeitige Fluch des 21. Jahrhunderts ist das Überangebot an Informationen. Wenn wir "früher" keinen oder eben nur den kauzigen Käptn-Dietzel-Wetterbericht hatten, gibt es heute mehrere Anbieter mit unterschiedlichen Inhalten. Wir konnten uns jeden Tag kaum entscheiden, welche Vorausschau die schlechteste ist. 

Dabei kommen keine Meilenbestleistungen zustande - aber wunderschöne ruhige Segeltage mit kurzen Schlägen.

Fehmarn - Warnemünde - Kühlungsborn - Wismar - Boltenhagen - Grömitz - Fehmarn. Look here:

 

http://youtu.be/rAq-acC1Zms

Sommertörn mit Thorsten & Silke

Oberstes Ziel war: Entspannen. Das hat perfekt funktioniert. Auf alle Fragen, wohin es denn diesmal ginge, murmelten meine Eigner nur: Dahin, wo der Wind nicht herkommt. Das sind ja wahre Helden - meine Eigner...

 

1. Woche

Erste Heldentat: Segeln von Fehmarn nach Warnemünde. Wow...

Danach ging es bald - nicht sofort! - nach Kühlungsborn. Enorm...

Hier mussten sich meine Eigner wohl massiv erholen und fielen in eine Art Starre, die erst in der Folgewoche abnahm.

 

2. Woche

Zweite Heldentat: Segeln von Kühlungsborn nach Boltenhagen. Ohne Worte...

Lustig dagegen war, dass es dann nach Neustadt oder Travemünde gehen sollte. Im Travemünder Passathafen angekommen, waren sich meine Eigner sofort einig, dass hier eine ausgesprochene "Ihr-seid-nicht-Willkommen-Stimmung" herrscht. Reisende soll man nicht halten. Also ging es sofort nach Neustadt. So war jedenfalls der Plan. Das 1a-Gewitter, dass dann aufzog, machte Neustadt ebenso unsichtbar wie uninteressant. Durch das Gewitter ging es weiter nach Fehmarn. Blöd nur, dass die Hafeneinfahrt kaum beleuchtet ist und es um 23:30 Uhr schon ordentlich dunkel ist...

Alles ging aber gut und so war auch diese Heldentat getan.

Danach musste natürlich erstmal tüchtig erholt werden...

 

3. Woche

So kam also in der dritten Woche eine neue Heldin ins Spiel. Silvi besuchte die nun ausgesprochen ausgeruhten Eigner und blieb bis Donnerstag an Bord.

Als hätten wir ein Abo, ging es nun mit durchschnittlichen 6 Knoten zu dritt nach Kühlungsborn. Eine klasse Fahrt!

Der Tag Abwettern in K`born schein auch zum Abo zu gehören. Also führte uns der übernächste Tag nach Warnemünde. Auch keine große Überraschung. Mit achterlichen Winden um 6 Bft und gut Strom zeigte die (GPS-) Logge dann auch mal zweistellige Geschwindigkeiten (12kn) über Grund an. Das lag sicherlich auch an den noch enormen Wellen von etwa 3 Meter Höhe.

In Warnemünde hielt dann die Hansesail meine Eigner in ihrem Bann.

Die Rückfahrt von Warnemünde nach Fehmarn war spektakulär schön.

 

Saisonende

Wir haben Mitte September und die Saison ist zu Ende. Gefühlt war sie kurz, aber man soll ja stoppen, wenn es am schönsten ist. Also haben meine Eigner mich teilweise wieder demontiert und den versierten Händen der Weiländter übergeben. Dabei murmeln sie wieder Pläne, was so alles im Winterlager passieren soll - und sie haben dabei wieder diesen seltsamen, latent destruktiven, Blick...